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Spuren lesen – Zukunft schreiben

Rehmann-Museum
Schimelrych 12
5080 Laufenburg
30. Sept. 2026, 18.00 Uhr - 20.30 Uhr
Wo Geschichte auf Fiktion trifft: Eine dreiteilige Workshop-Reihe von der archäologischen Spurensuche bis zum kreativen Schreiben.
Wie prägen Grenzen, Migration und vergessene Relikte unsere Gegenwart? Begleitend zur Ausstellung «Mo Diener - Hologramm» lädt das Rehmann-Museum zu einer dreiteiligen Workshop-Reihe ein, die wissenschaftliche Recherche mit künstlerischer Fiktion verbindet. Im September 2026 verwandeln wir Laufenburg in ein lebendiges Archiv: Auf zwei historischen Stadtspaziergängen – geleitet von der Kantonsarchäologie sowie der freischaffenden Kuratorin Vera Ryser – schärfen wir den Blick für das Verborgene, für historische Brüche und unscheinbare Spuren im Stadtraum. Im anschliessenden Schreibworkshop mit der Autorin und Professorin Ann Mbuti werden diese Eindrücke zum Material für eigene, spekulative Geschichten. Ein spielerischer Brückenschlag zwischen Fakt und Fiktion, der einlädt, Stadtgeschichte neu zu denken.
Verborgene Geschichten – ein Schreibworkshop mit Ann Mbuti
Mittwoch, 30. September, 18 Uhr – 20:30 Uhr

Was, wenn ein altes Objekt der Beginn einer neuen Geschichte wäre?
Mo Diener verbindet Vergangenheit und Zukunft durch spekulative Erzählungen und archäologische Spurensuche. Dieser Schreibworkshop knüpft daran an: Wir nehmen Objekte, Fundstücke, Alltagsdinge und Relikte aus Lauenburg und darüber hinaus als Ausgangspunkt und fragen, welche Geschichten sie noch nicht erzählt haben. Welche Stimmen fehlen? Was liegt unter der verbreiteten Erzählung verborgen?
Anhand von kreativen Schreibübungen und einfachen Methoden des «World-building» erkunden wir gemeinsam, wie Fiktion ein Werkzeug sein kann, um Geschichte neu zu befragen und anders zu erzählen.
Inspiriert von künstlerischen und aktivistischen Praxen – wie jener von Mo Diener – gehen wir spielerisch, Schritt für Schritt vor: spekulativ, assoziativ, manchmal utopisch.

Der Workshop richtet sich sowohl an Schreibinteressierte und alle, die bei den Führungen durch Laufenburg neugierig geworden sind, die Stadtgeschichte neu zu befragen.
Keine Schreiberfahrung nötig; nur Interesse an Sprache, Geschichte und das Unerwartete.
Am Ende des Workshops nehmen Teilnehmende konkrete Schreibwerkzeuge mit nach Hause – und vielleicht den Anfang einer Geschichte, die es noch zu erzählen gilt.

Ann Mbuti (*1990) ist Professorin für Prozessgestaltung und unabhängige Autorin mit einem Fokus auf zeitgenössische Kunst, Popkultur und gesellschaftliche Transformationsprozesse. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Theorie und Praxis, mit besonderem Interesse an den Wechselwirkungen zwischen Kunst, Diskurs und Öffentlichkeiten. Ihre Praxis umfasst neben dem Schreiben auch kuratorische Tätigkeiten, Vorträge, Moderationen und Workshops sowie die Durchführung interdisziplinärer Forschungsprojekte.
Ihre Projekte und Publikationen behandeln Themen wie zeitgenössische Mythologien, Science-Fiction und die Verschmelzung von Fakten und Fiktion. Dabei untersucht sie kulturelle Narrative und die Möglichkeiten künstlerischer Gestaltungsprozesse, soziale, politische und ökologische Veränderungen anzustossen.
Ann lebt und arbeitet in Basel, Schweiz.

Informationen

Voraussetzungen
Es braucht keine Voraussetzung nur Neugier für's Schreiben.
Preis
CHF 25.00
Anmeldung